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Alt 17.08.2010   #1
Tomako
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Standard Die Kunst des Filzens

Die Kunst des Filzens
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Umschlagbild Vorderseite: Reiter, Ausschnitt des grossen Filzes aus Pazyryk.
org.Titel : THE ART OF THE FELT MAKER
von: Mary E. Burkett
Er.J.: 1997
111 Seiten
ISBN: 3—905174 12 X
Druck: Buch- und Offsetdruck Bischofberger AG, Chur, 1997
Preis: 26,90 €
(leider ist das Buch nur schwer zubekommen)

                         
Inhaltsverzeichnis:


Vorwort 1997, M. E. Burkett ( IV )
Verdankungen/Acknowledgements 1979, M. E. Burkett ( V )
Quellenangabe des Bildmaterials ( VI )
Erläuterungen zur deutschen Übersetzung ( VII )

1. Kapitel Technische Analyse M. E. Burkett ( 1 )
2. Kapitel Archäologische Beweise frühester Filzerzeugung M. E. Burkett ( 7 )
3. Kapitel Die Geschichte des Filzes aus schriftlichen Quellen M. E. Burkett ( 18 )
4. Kapitel Filz - Zauber und Ritual M. E. Burkett ( 21 )
5. Kapitel Motive und Ornamente - Interpretationsmöglichkeiten M. E. Burkett ( 24 )
6. Kapitel Filzmäntel V. Gervers ( 31 )

KATALOG
Einleitungen zu den einzelnen Ländern M.E.Burkett
Katatlogbeiträge M.E.Burkett, J.Renton, V.A.J.Slowe, R.W.H.Walker

Iran ( 41 )
Afghanistan ( 61 )
Türkei ( 77 )
Russland ( 85 )
Irak ( 91 )
Indien ( 93 )
Afrika ( 95 )
Skandinavien ( 97 )
Britannien ( 100 )
Anmerkungen zu Farben ( 107 )
Bibliographie ( 108 )


Der Einfachheithalber habe ich das «Vorwort» sowie die
«Erläuterungen zur deutschen Übersetzung» eingescannt.
Da diese den Inhalt des Buches pefekt beschreiben.


Zitat:
Vorwort

Im Jahre 1962 befanden sich Genette Malet de Carteret und ich auf einer sieben Monate dauernden Reise durch die Türkei und den Iran mit dem Landrover. Genette brauchte Zeit, um sich zu entschliessen, welchen ihrer Verehrer sie heiraten sollte, und ich wollte zwischen verschiedenen Jobs dem Alltagsleben entfliehen, und so hatten wir eine 1800 Meilen weite Reise geplant. So kam es, dass ich an einem Sommertag in Gunbad-i-Qabus beobachtete, wie eine Frau und ein Knabe ein mit Seilen verschnürtes Bündel am Boden vorwärts und rückwärts rollten. Was war das? Was taten sie da? Ich hatte mich nie für Filz interessiert, doch dieser Anblick, wie hier Filz erzeugt wurde, sollte in vieler Hinsicht mein Leben verändern. Durch das Studium der Filzherstellung lernte ich viele meiner besten Freunde kennen, unternahm ausgedehnte Reisen und begeisterte mich total für diese alte Textilform. Wir befanden uns damals auf Turkmenischem Boden, und kein anderes Land hätte uns eine bessere Einführung in die Erzeugung von Filz geben können, denn dieses einst nomadische Volk produziert den besten Filz und steht mit seinen Mustern und Farben nichts und niemandem nach. Von dem Augenblick an, als ich in einem Bazar eine Filzmatte kaufte, begann ich mich näher mit diesem Produkt zu beschäftigen. Nach der «Expedition 62» arbeitete ich in der Abbot Hall Art Gallery in Kendal, und in dieser Zeit luden mich prominente Reisegesellschaften ein, zweimal jährlich einen Trip in den Mittleren Osten zu unternehmen. Während der folgenden 17 Jahre wurden unzählige Filzprodukte im Gepäck von Reisenden nach Hause gebracht. Es brauchte siebzehn Jahre Forschungsarbeit, um das Buch «Die Kunst des Filzens» zu schreiben und genug Filzgegenstände für eine Wanderausstellung zu sammeln, welche während 18 Monaten überall in Grossbritannien gastierte und schliesslich im Horniman Museum in London ihr bleibendes Zuhause fand. In der Turkmenischen Ausstellung in der Abbot Hall in den Jahren 1975 und 76 war eine grosse Anzahl von besonders edlen turkmenischen Filzen zu sehen, und ich kann mich gut an das Staunen und die Begeisterung für diese beiden Ausstellungen erinnern. Trotz des antiken Ursprungs war all das ziemlich neu für den Westen. Von da an wurde die Filzherstellung in zunehmendem Masse in Europa praktiziert. In England riefen wir die I.F.A. (International Feltmakers Association) ins Leben. 1984 organisierte István Vidák in Ungarn die erste Tagung, und fast jedes Jahr fand seither irgendwo in der Welt ein Filztreffen statt. Es freut mich wirklich, dass auch ich einen Beitrag leisten konnte, dass aus dem Filzhandwerk nicht nur eine Kunstform, ein neu-es Medium für Mode und Bekleidung, sondern auch eine wundervolle, vielseitige Therapie-Möglichkeit her-vorgegangen ist. Es bereitet mir ausserordentliche Freude, die Wiederbelebung einer alten Kunstform zu beobachten, die sogar in jenen Ländern neue Verwendung findet, wo sie schon fast vergessen war. Schliesslich danke ich den Filzkünstlerinnen von Chur und dem Übersetzer Bernd Payer.
Mary E. Burkett, 1997
Zitat:
Erläuterungen zur deutschen Übersetzung
Das Buch von M. E. Burkett ist 1979 als Katalog zur gleichnamigen Ausstellung erschienen, welche in verschiedenen Museen und Galerien in England gezeigt wurde und hat seine Gültigkeit als archäologisch - ethnologisch - historisch ausgerichtetes Werk zum Thema Filz bis heute bewahrt. Es war eine erste Zusammenfassung ihrer 1962 begonnenen Forschung zu dem damals bei uns noch wenig bekannten Thema. Auch wenn sie seit 1979 ihr Interessengebiet bis heute kontinuierlich weiterverfolgt und dokumentiert hat, bleibt diese Ausgabe «THE ART OF THE FELT MAKER» ein Standardwerk, das vielen «Wissbegierigen» wichtige Einblicke und Erkenntnisse zur Entstehung und Verwendung von Filz in den Ursprungsländern vermittelt hat. Das bis heute ungebrochene Interesse hat zu der nun vorliegenden Übersetzung geführt, um dieses Buch auch im deutschen Sprachraum leichter zugänglich zu machen. Die Idee zur Verwirklichung entstand auf vielfachen Wunsch am Internationalen Filzsymposium 1995 in Landquart, in der Schweiz. In enger Zusammenarbeit mit M. E. Burkett hat Frau L. Hunger aus Chur das Vorhaben mit viel Engagement geleitet und in die Tat umgesetzt.

Im Sinne von M. E. Burkett wurde versucht, die deutsche Übersetzung so weit wie möglich der englischen Ausgabe und dem Originaltext anzunähern, der oft in der persönlichen Ich-Form gehalten ist. Auf Erweiterungen wurde in gegenseitiger Absprache bewusst verzichtet, auch dort, wo die Forschung in der Zwischenzeit zu weiteren Resultaten geführt hat. Dies hätte zu einer Neubearbeitung und Neuauflage des Buches geführt, was nicht dem Wunsch von M. E. Burkett entsprochen hat. Ihre neueren Artikel und Vorträge können zum Teil in der Zeitschrift der IFA, "Echoes" nachgelesen werden. Das gesamte Bildmaterial musste aus der Originalausgabe auf digitalem Weg übertragen wer-den, was leider einerseits die Qualität des Bildmaterials beeinträchtigt hat, andererseits aber hätten fotographisch hochstehende Abbildungen den Rahmen dieser deutschen Fassung gesprengt. Dort, wo es dem technischen Verständnis dienlich war, wurden geringe Textanpassungen (z. B. Stickstiche) vorgenommen oder als Erläuterung angefügt. Stammesnamen und Bezeichnungen von Filzgegenständen sind in der Originalsprache kursiv wiedergegeben. Die Bibliographie mit den englischen Titeln hat nur bei H. Bidder eine Ergänzung mit dem deutschen Titel erfahren. Damit können die von M. E. Burkett zitierten Textstellen in der englischen Literatur nachgelesen werden. Ein grosser Teil der Werke der aufgelisteten Autoren existiert auch in deutscher Sprache.

Möge der deutschen Übersetzung ebenso viel Erfolg und freundliche Aufnahme zuteil werden, wie dies die englische Originalausgabe bis heute erfahren hat.

M. Lang, Dezember 1997
(übrigends: M. Lang = Marlene Lang, die Autorin des Buches «Filzkunst - Tradition und Experiment»)

Die Ausstellung war an folgenden Orten zu sehen:
Abbot Hall Art Gallery, Kendal
D.L.I. Museum an Arts Centre, Durham
Preston Hall Museum, Stockton-on-Tees
Royal Scottish Museum, Edinburgh
Leicester Museum and Art Gallery
Museum and Art Gallery, Warrington
Ashmolean Museum, Oxford
City Museum and Art Gallery, Bristol
Horniman Museum and Library, London
(hier ist sie heute noch zu sehen)


Kommentar:
Wer sich etwas mehr mit Filz auseinandersetzen möchte, der kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Nicht nur weil es ein gutes Buch in Sachen Filzhistorie ist.
Sondern auch weil das Buch und die Ausstellung quasi
den Beginn des Wiedererblühens des Filzhandwerks in die modernen Zeit markieren.
Ohne Mary E. Burkett's Arbeit wäre die heutige Filzerei vieleicht nie so populär geworden.


cu Tomako
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Alt 07.02.2011   #2
Margot
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Hallo, kann mir jemand sagen, wie ich an dieses Buch komme?

Im Internet war es nicht aufzutreiben.

Gruß Margot
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Alt 07.02.2011   #3
Tomako
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Das Buch ist inder deutschen Version i.Mo nicht mehr verfügbar

entweder du kennst bzw. findest jemand der es die verkauft oder ausleiht

oder duch such in veschiedenen Antiquariten dannach

z.B. bei ZVAB - Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

dt. Version bei ZVAB
engl. Version by ZVAB ( diesmal 1 Treffer )

cu Tomako
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Alt 08.02.2011   #4
Margot
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Danke Tomako
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