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Echelon 02.09.2011 16:00

Filzoberfläche beim nadelfilzen
 
So ihr lieben, bin auch mal wieder da so zwischen Babystress und Haushalt. Komm ja grad leider nicht so zum filzen aber ich hab gestern wieder damit angefangen. Und so komm ich schon gleich zu meinem problem. und zwar wird meine oberfläche nicht so ebenmäßig wie ich das auf manchen bildern sehe,so wie z.b. bei meiner vorlagen, und so wie ich es gerne hätte! ich benutze auch schon eine feine nadel aber irgendwie sieht man dennoch die löcher ein wenig. woran kann das liegen:confused::confused:
muss ich noch weiter arbeiten mit der nadel das es schön eben wird??
hoffe man kann mir weiter helfen:o

Liebe Grüße,eure Tatjana

Triluna 02.09.2011 18:24

Willkommen zurück,

mit reinem Nadelfilz hab ich nicht viel Erfahrung, ich denke aber, Du mußt noch weiternadeln.
Außerdem wird häufig vom Nass-nachfilzen gesprochen, vielleicht hilft Dir das. Außerdem habe ich bei fast allen Objekten, die aus reinem Nadelfilz bestanden noch die Löcher gesehen, auch wenn es ganz fest war.

Aber wie gesagt, ich bin keine Nadelfilzerin, da haben andere viel mehr Erfahrung.

Grüßle
Triluna

Toffel 02.09.2011 22:16

obwohl "feine nadel" und "feine nadel" sich manchmal sehr unterscheiden können.... was Du beschreibst, Echelon, "ich benutze auch schon eine feine nadel aber irgendwie sieht man dennoch die löcher ein wenig." hört sich für mich nach dem an, was man halt beim reinen nadelfilzen noch sieht.

übrigens je fester der filz, desto deutlicher bleiben -bei mir- die einstiche zu sehen. es gibt einen "weichheitsgrad", wo die löcher nicht zu sehen bleiben, aber der ist mir persönlich noch zu instabil

du kannst auch mal ausprobieren gegen ende deiner filzarbeit weniger tief einzustechen, das hat auch nen einfluß auf die oberfläche

wenn ich meine figur nach dem nadelfilzen ein wenig knuddel, werden die sichtbaren einstiche unauffälliger, um aber einen schönen glatten filz zu bekommen, filze ich die oberfläche nass nach.

etwas offtopic: ich persönlich schätze einer sehr festen filz, weil der stabiler und wasserabweisend ist und deutlich weniger zum pilling neigt!
bei figuren, die nicht so sehr im Gebrauch sind, stört das vielleicht nicht, aber "meine Jungs" ziehen ganz schön durch die Weltgeschichte und müßen etwas aushalten können

gutfilz
toffel

katja 02.09.2011 22:17

Hallo Echolon,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied. :bringblume:
Eine feine Nadel für die Oberfläche ist schon mal vorteilhaft. Zu Beginn kann man aber durchaus eine etwas gröbere nehmen, dass geht dann etwas schneller. Ich glaube der Trick beim Oberflächen nadeln ist der, zum Ende hin, nicht mehr so sehr tief wie am Anfang einzustechen und vor allem in einem sehr flachen Winkel, also fast schon parallel zur Oberfläche. Man muss halt nur beim Rausziehen darauf achten, dass man den Winkel hält und genauso wieder heraus zieht, sonst bricht die Nadel. Und das über die gesamte Fläche, da gilt es Überblick zu behalten. Dann gibt`s ein schönes Resultat.
Wenn man schon Löcher sieht ist es zu tief und da hilft es dann eine dünne Wollschicht aufzulegen und diese wie oben beschrieben, flach und oberflächennah, aufzunadeln.
Wenn das Werkstück noch sehr weich und nicht formstabil ist gilt allerdings auf jeden Fall zunächst Trilunas Hinweis: weitermachen!

Also nicht aufgeben, zwischen Windelwechseln, Füttern und "dem bisschen Haushalt"!
Liebe Grüße
katja

Echelon 12.09.2011 14:01

So ihr lieben, bin doch mal wieder zum filzen gekommen!!:supertop::supertop: Gott,wie hab ich es vermisst!!
Hab eure Vorschläge beachtet und bin mit der feinen Nadel nur vorsichtig in die oberfläche. Jetzt sieht das ganze schon besser aus!!
Noch eine Frage zum Vorschlag noch nass nach zu filzen. Einfach mein fertig gefilztes objekt nass machen und walken??? oder muss ich da was bestimmtes beachten damit mir meine augen z.b. bei den Figuren nicht kaputt gehen?!:confused::confused:

katja 12.09.2011 14:36

Na du Organisationstalent....
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alles schon recht fest genadelt ist.
Dann wirklich dicken Seifenschaum machen und damit streicheln. Walken wäre jetzt fehl am Platz, denn dann würden die kleinen Schwachstellen (nicht so fest gefilzt= weniger Wolle) vermutlich sofort ans Licht kommen. Einfach nur einseifen und streicheln. Dann das Übliche (in der Dusche oder im Waschbecken abbrausen, Essigbad usw.) und als letztes ausschleudern. Kleine Sachen mache ich gerne draußen im Handtuch. Dann nochmal die Form nachjustieren und fertig.
So sollten die Augen an ihrem Platz bleiben.
LG Katja

Lauge 26.09.2011 14:01

Ich mache recht viel mit der Nadel, gerade bei kleinen Sachen, die schnell gehen sollen.
Wenn ich mit der groben Nadel arbeite, sieht man die Löcher deutlich. Je feiner die Nadel wird und je dichter der Filz wird, umso weniger kann man sehen. Den Rest kann man durch leichtes Reiben verwischen.
Es kommt aber auch auf die Wolle an. Bei feiner Merino sieht man die Löcher eher, als bei Bergschaf.


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