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Schrumpfung berechnen
Hallo,
an diesen alten Thread und auch andere, bei denen man mit der Rechnerei so rumeiert, musste ich denken, als ich neulich ein Buch von Bruno Bujack (übrigens, geniale Bücher hat er geschrieben, finde ich jetzt) gelesen habe . Weil - wir haben hier so hin und her gerechnet und rumgeeiert mit der Schrumpfung und der Berechnung, dabei ist es total einfach (irgendwie kam ich mir etwas doof vor als ich das gelesen habe und den "Aha-Effekt" hinter mir hatte). Und zwar erklärt er, dass man eigentlich den ganzen Prozentkram weglassen kann, weil er eigentlich die ganze Sache nur unnötig verkompliziert. Die einfachste Methode seine Schablonen in richtiger Grösse herzustellen ginge so (ich versuche das jetzt mal mit eigenen Worten möglichst genau zu erklären, wobei ich das Buch jetzt hier nicht vorliegen habe, aber ich denke ich habs kapiert, daher sollte das gehen): Man überlege, mit welchem Schrumpf man arbeiten möchte (anders als hier immer beschrieben wird, beschreibt B.B, dass man nicht alles nicht alles "bis zum Ende" schrumpfen muss, sondern so weit, wie es für den jeweiligen Zweck mit der jeweiligen Wolle passend ist). Sagen wir mal, wir wollten ziemlich viel schrumpfen also 50%. Ein Probelappen mit der Kantenlänge 10 hätte dann nach dem Filzen noch die Kantenlänge 5. Aus dem "Vor-Schrumpf-Mass" und dem "Nach-Schrumpf-Mass" können wir nun ganz einfach einen Zuschlagsfaktor berechnen. Und zwar Vor-Schrumpf-Mass/Nach-Schrumpf-Mass = Zuschlagsfaktor. Also in dem Fall 10 /5 = 2. Ich muss also meine Schablone immer so herstellen, dass alle Grössen so berechnet werden. Gewünschtes Endmass x Zuschlagsfaktor = Schablonenmass. Praktischerweise hat er das auch auf seiner HP erklärt - hier könnt ihr es nachlesen (leider nicht ganz so ausführlich wie im Buch): http://www.filzwalker-bruno.de/aller...Antworten.html Zitat:
Vor-Schrumpf-Mass/Nach-Schrumpf-Mass = Zuschlagsfaktor 20 cm / 14,5 cm = 1,38 Wollte ich mir aus der Wolle nun einen Hinternwärmer filzen, der um meinen ganzen Po und noch ein Stückchen weiter reichen sollte, und sollte das Endprodukt also 120 cm beit werden, so müsste die Wolle so breit ausgelegt werden: Gewünschtes Endmass x Zuschlagsfaktor = Schablonenmass 120 cm x 1,38 = 165 cm Ich finde das so genial einfach - man muss ja fast gar nicht mehr rechnen, braucht keinen Dreisatz und keine Prozentrechnung, so dass das wirklich für jeden einfach zu machen ist. Nicht, dass ich nicht auch mit einem solchen Faktor gerechnet habe bisher, aber ich hab das über die Prozente ausgerechnet - ich Dämpädel.... Liebe Grüße Andrea |
Super Andrea, danke.
Das hab sogar ich verstanden GLG, Nora |
Hallo Andrea,
jetzt steh ich aber auf dem Schlauch.... Das von dir Beschriebene ist Prozentrechnung...Was sonst? Nur das deiner Meinung nach früher ( ich habe das nie so gemacht) immer bis zum Ende geschrumpft wurde... Oder habe ich was falsch verstanden? Liebe Grüße Gilla |
Nein, du lässt die ganze Bezugnahme auf 100 (also alles was Prozente sind) weg und berechnest den Faktor direkt. Es ist nicht viel anders, aber ich würde sagen für uns "Otto-Normalrechner" einfacher.
Liebe Grüße Andrea |
Nur ändert das gar nix. Ob in Prozent oder mit Faktor, die Rechnung ist doch die gleiche.
ICH versteh immer noch nicht, warum man das nicht versteht. Wir rechnen doch im Leben so oft mit Prozent und irgendwie hab ich den Verdacht, die Welt versteht auch die Mehrwertsteuer - Einkommensteuerberechnung nicht und versteht auch nciht wirklich, was mit 70%Rabatt gemeint ist. Anders kann ich mir das rumgeeier auch nicht erklären. Aber eigentlich ist nur wichtig, dass Ihr die Schrumpfung versteht und wenn Bruno Bujak das mit seinen Berechnungen geschafft hat, dann ist das gut so. Seine Bücher sind tatsächlich super. Die Berechnungen zum Thema Wollmenge haben es aber in sich. viele Grüße Triluna |
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