![]() |
Schablonenmaterialfrage
Hallo zusammen!
Ich werd im Sommer eine "Reise ins Mittealter" mit einer Gruppe von Freunden unternehmen. Wir sind schon ein paar Mal gefahren, wohnen dann auf einer Burg und leben, kochen, werkeln nur mit Materialien, die man auch vor 500 oder 1000 Jahren hätte benutzen können. Ich würde dieses Mal natürlich auch gerne filzen (und den anderen vielleicht zeigen wie das geht) und habe jetzt ein Problem... ich kann schlecht Noppenfolie für meine Schablonen nehmen. ;) Hat da jemand eine tolle Idee oder noch besser einen Erfahrungsbereicht für mich, welches auch im Mittelalter (theoratisch) verfügbare Material sich für Schablonen eignen würde? Liebe Grüße, die Syco |
Hallihallo,
das hört sich toll und aufregend an ! Im Zweifelsfalle kommt da wohl nur Leder in Frage ??? Das gab es auch damals schon, es ist robust, gut fühlbar und dürfte auch nicht mit der Wolle verfilzen (vielleicht gut fetten vorher??) Guck mal in der Bucht - da wird ja immer mal einiges an Resten angeboten.... Viel Spass und lieben Gruß Elke |
Hallo Sycorax,:)
als ich Anfang der 90er anfing zu filzen habe ich als Schablonen Stoffreste verwendet. Die Randverarbeitung war mühsam aber es ging... Damals war dieses Arbeiten für mich normal. Ich kannte nichts anderes. Ich habe immer mit vielen dünnen Schichten gearbeitet und musste genau arbeiten. Alternativ zu Leder würde ich Sperholzschablonen vorschalgen.:daumenhoch: |
Hallo Sycorax,
in der Mongolei wird ein so genannter Mutterfilz verwendet. Filz verbindet sich nicht mehr mit Wolle und ist deshalb sehr gut geeignet. Wie Elke schon sagt, Leder funktioniert bestens. viele Grüße Triluna |
Hallo,:)
MEHMET GİRGİÇ, ein türkischer Filzer aus Konya filzt Teppiche und Derwischüte. Die Hüte filzt er ohne Schablone, indem er die Wolle der ersten Schicht für die eine Seite plus Randzugabe auf den Tisch legt und da, wo die Folie liegen würde, mit den Händen stark anfilzt. So kann die Wolle für die andere Seite, die nach dem Anfilzen auf die Unterseite gelegt wird, sich nicht mehr so schnell mit der Unterseite verbinden. Nachdem auch die Oberseite von oben mit den Händen verfilzt wird, geht er wie ein Chirurg zwischen die angefilzten Schichten und arbeitet den Rand nochmals sauber nach. Dann wird alles ordentlich mit der Rolltechnik fest gewalkt bis der Filz die maximale Schrumpfung erreicht hat.:D Diese Technik finde ich wirklich faszinierend und sehr archaisch. Wer einmal einen kleinen Einblick bei you tube von Mehmet Girgic bekommen empfehle ich hier den Link von einem türkischen Fernsehbericht: http://www.youtube.com/watch?v=JeCnF...eature=related Leider werden die Derwischhüte nicht gezeigt. Mehmet Girgic ist übrigens mit einer Argentinierin verheiratet und hat viel mit der deutschen Teppichfilzkünstlerin Claudia Gemein zusammen gearbeitet. - Das erklärt die teilweise modernen Muster der Teppiche. Einen anderen interssanten Film über Arif Com aus Izmir (Türkei) und seine (Teppich-)Filzwerkstatt findet ihr unter: http://www.youtube.com/watch?v=uen_o...eature=related |
Wow, das ist ja interessant!
Vielen Dank für die Anregungen! Ich werd mal ein paar Proben machen. LG! |
Schade, dass ich kein Türkisch verstehe....
|
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:41 Uhr. |
Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2025, vBulletin Solutions, Inc.
©1998-2017 Filzrausch